Gibt es guten und bösen Zucker?

Die Verbraucherzentrale in Hamburg wollte es wissen: Was nervt Verbraucher? Die Antworten zeigen, dass man im Norden keine Lust mehr hat auf unnötige Verpackungen. Aber auch Zucker steht bei den Verbrauchern der Hansestadt nicht hoch im Kurs. Fast zwei Drittel, die bei der Umfrage mitgemacht haben, gaben an, dass sie gerne weniger Zucker essen würden. Und sie wünschen sich bessere Inhaltsangaben auf den Verpackungen, um Zucker schneller zu entdecken.

Rund 35 Kilogramm Zucker essen die Deutschen pro Jahr und Kopf. Deutlich mehr, als internationale Ernährungsexperten empfehlen. Die Auswirkungen für die Gesellschaft: Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck und natürlich Karies. 

Ravioli aus der Dose

Wenn es mal schnell gehen muss, sind Ravioli aus der Dose ein beliebter Snack. Dass sie nicht zwingend gesund sind, ist wenig überraschend. Dass in einer Portion (400 Gramm) rund zwölf Gramm Zucker stecken, dagegen schon.

Fructose, Glucose, Honig – Zucker hat viele Namen

Eines der großen Probleme im Umgang mit Zucker sind die sich hartnäckig haltenden Mythen. Mal soll Fructose weniger ungesund sein als Glucose, mal ist Honig der vermeintlich bessere Zucker. Leider ist das alles falsch. Die Forschung bündelt inzwischen unter dem Begriff „freier Zucker“ alle Zuckerarten, die Speisen und Getränken zugesetzt werden. Häufig ist das den Verbrauchern gar nicht so klar – in 100 Gramm Ketchup stecken rund 22 Gramm Zucker. Ein weiteres Problem mit diesen zugesetzten Zuckern ist die schwierige Dosierbarkeit. So trinkt man ganz einfach eine Dose Limonade – aber vier Äpfel würde niemand essen, weil die Obstfasern sehr satt machen, beschreibt die „BBC“ das Problem der „freien Zucker“.

Der Irrglaube, dass Fructose besser sei als Glucose, ist falsch. Beide gehören der Gruppe der Monosaccharide, der Einfachzucker, an. Umgangssprachlich wird Glucose als Traubenzucker, Fructose als Fruchtzucker bezeichnet. Früher glaubte man, dass Fructose besser für Diabetiker sei, weil dort – im Gegensatz zur Glucose – kein Insulin ausgeschüttet wird. Inzwischen haben Experten Hinweise darauf, dass Fruchtzucker bevorzugt als Bauchfett eingelagert wird, vor allem als Leberfett oder viszeralem Bauchfett.

Wer weniger Zucker zu sich nehmen möchte, sollte an Gewohnheiten arbeiten: Statt Schokolade auf dem Sofa zu essen, stellen Sie eine kleine Schüssel mit Mandeln und Nüssen auf den Tisch. Oder greifen sie zu einem kleineren Stück sehr dunkler Schokolade. 

Versteckte Zucker in Soßen und Salaten

Die größte Hürde für Verbraucher sind meist nicht zuckrige Limos oder das Eis – denn dass darin Zucker enthalten ist, wissen wir schließlich. Problematischer wird es bei verarbeiteten Lebensmitteln, bei denen nicht mal ein Blick auf die Zutatenliste klar macht, dass es sich um eine Zuckerbombe handelt. 

Neben Ketchup steckt besonders viel Zucker auch in löslichem Cappuccino, Cornflakes, Ananas aus der Dose, Tomatensauce und sogar Heringssalat. Wer genau wissen will, wie viel Zucker in einem Lebensmittel verarbeitet wurde, sollte die Inhaltsstoffe genau kontrollieren. Die Verbraucherzentrale hat eine Liste der gängigen Zucker und zuckerreichen Zutaten zusammengetragen:


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