Stiftung Warentest rät: Diese Vitaminpillen sind für Veganer ein Muss

Brauchen Vegetarier und Veganer zusätzliche Vitamine? Dieser Frage geht Stiftung Warentest in der aktuellen Ausgabe nach und gibt weitgehend Entwarnung: „Nicht alle, die sich fleischlos ernähren, müssen Vitaminpillen schlucken“, schreiben die Tester. Grundsätzlich liefere ein ausgewogener vegetarischer Speiseplan alle Nährstoffe, die der Körper benötige. Nur wer sich komplett vegan ernähre, für den sei Nahrungsergänzung „Pflicht“.

Menschen, die tierische Produkte wie Fleisch, Eier, Milch und Fisch meiden, müssen demnach Vitamin B12 zuführen. B12 ist an der Zellteilung und Blutbildung beteiligt und steckt fast ausschließlich in tierischen Lebensmitteln. „Veganer müssen das Vitamin dauerhaft ergänzen“, schreibt Warentest.

Vitamin B12-Bedarf lässt sich günstig decken

Alle sieben Vitamin-B-12-Präparate im Test sind dafür geeignet und sicher dosiert. Am günstigsten lässt sich der Bedarf mit den Brausetabletten „Altapharma Vitamin B12“ (Rossmann) für neun Cent pro Tag decken. Die „Das gesunde Plus B12 Vitamin-Kur“ der Drogeriemarktkette dm gibt es in Fläschchen zu kaufen. Sie sind ebenfalls „geeignet“. Gleiches gilt für die „Vitamin B12 Vital Kur“ aus dem Hause Aldi Nord beziehungsweise Aldi Süd. Mit fast 70 Cent pro Tag sind sie jedoch die teuersten Produkte im Test.

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Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) nehmen auch Vegetarier teilweise zu wenig Vitamin B12 auf. Die empfohlene tägliche Menge lässt sich beispielsweise mit einem Glas Milch plus einem Joghurt decken. Ob und wann eine Supplementierung sinnvoll sein kann, lässt sich beim Arzt prüfen.

Kombipräparate, die einen Mix aus verschiedenen Nährstoffen enthalten, sind dagegen nicht nötig – und zwar weder für Vegetarier noch für Veganer, schreibt Warentest. Mit Ausnahme von B12 seien fast alle wichtigen Nährstoffe in Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten, Getreide, Nüssen und Samen enthalten. Bei vier der acht Kombipräparate im Test stimmten die Nährstoffangaben nicht. Zwei Produkte trugen keine deutsche Kennzeichnung. Warentest stufte die fünf Präparate als „nicht geeignet“ ein. Lediglich drei schnitten mit „geeignet“ ab. 

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Warentest rät grundsätzlich jedoch davon ab, Vitamine nach dem Gießkannenprinzip einzunehmen. Stattdessen heißt es: „Im Zweifel sollten Sie Ihren individuellen Nährstoffbedarf vom Arzt prüfen lassen. Besteht ein Defizit, kann gezielt ergänzt werden.“

Den vollständigen Test mit allen Ergebnissen können Sie gegen Gebühr hier lesen.

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