Koffein-Entzug: Das passiert in deinem Körper bei Kaffeeverzicht

Kaffee gilt allgemein als überaus gesund, bereits vier Tassen täglich beugen nachweislich Erkrankungen vor und schützen das Herz.

Auch wer ein paar Kilos abspecken möchte, gönnt sich häufig eine Tasse Espresso oder Filterkaffee. Das koffeinhaltige Heißgetränk kurbelt nämlich den Stoffwechsel an, in der Folge verbrennt der Körper schneller Fett.

Einige müssen aufgrund einer Krankheit oder eines zu hohen Blutdrucks allerdings auf den Wachmacher verzichten. Andere wollen ihren Kaffekonsum freiwillig einschränken und steigen auf koffeinhaltige Alternativen wie grünen Tee um.

Doch wenn der tägliche Kaffee ausbleibt, muss sich der Körper erst daran gewöhnen. Auf die folgenden sechs Dinge sollte man sich einstellen.

1. Verstopfungen

Bevor wir zu den guten Nachrichten kommen, zunächst eine weniger schöne: Plötzlicher Kaffee-Entzug kann Verstopfungen verursachen. Das Getränk wirkt nämlich harntreibend und beschleunigt die Funktion der Verdauungsorgane.

Streicht man Kaffee von einem Tag auf den anderen aus deiner Morgenroutine, muss der Darm wieder verstärkt arbeiten. So können zunächst Verstopfungen entstehen.

Unser Tipp: Trinke direkt nach dem Aufstehen ein Glas Wasser, das bringt die Verdauung ebenfalls in Schwung.

2. Konzentrationsprobleme

Das im Kaffee reichlich enthaltene Koffein (etwa 85 Milligramm pro Tasse) macht körperlich fitter und mental wacher. Dass der Verzicht auf Kaffee die Konzentration verschlechtern kann, leuchtet also ein.

Forscher der Cardiff University in Wales haben jedoch eine Alternative gefunden. Ihrer Studie zufolge kann das Kauen von Kaugummis die Konzentration fördern – und somit Kaffee oder zuckerhaltige Energy Drinks ersetzen.

3. Kopfschmerzen

Die Folge einer Konzentrationsschwäche sind häufig Kopfschmerzen. Verzichtet man nach Monaten plötzlich auf Kaffee, sind pochende Schmerzen hinter der Stirn keine Seltenheit.

Experten zufolge treten erste Symptome bei vielen Menschen bereits nach zwölf bis 24 Stunden Entzugsdauer auf.

4. Besserer Schlaf

Der Verzicht auf Kaffee hat aber auch positive Effekte, vor allem auf den Schlaf. Laut einer Studie, die im 'Journal of Clinical Sleep Medicine' veröffentlicht wurde, schläft man besser, wenn man mindestens sechs Stunden vor dem Zubettgehen auf Koffein verzichtet.

Studienteilnehmer, die dies nicht beachteten, hatten häufiger Probleme, ein- oder durchzuschlafen. Wer also schlecht oder wenig schläft, kann demnach mit einem Kaffee-Entzug gut beraten sein.

5. Weniger Ängste

Man hatte während der Kaffee-Phase mit Ängsten zu kämpfen? Das ist unter Koffeinkonsumenten durchaus keine Seltenheit.

In einer Studie der University of Chicago neigten Probanden, die täglich mindestens 450 Gramm Koffein zu sich nahmen, vermehrt zu Angststörungen.

Durch den Verzicht auf das Getränk ist das Risiko, unter Ängsten zu leiden, demnach geringer. Gleichzeitig sinkt dein allgemeines Stresslevel, was ebenfalls mit einem niedrigen Risiko für Ängste und Depressionen einhergeht.

6. Bessere Mundhyghiene

Ein strahlendes Lächeln und weiße Zähne lassen einen gesund aussehen. Kaffee kann den gegenteiligen Effekt bewirken, da dieser bei häufigem Konsum Zahnverfärbungen verursachen kann.

Außerdem ist die Kombination aus Kaffeebohnen und Wasser säurehaltig und kann daher den Zahnschmelz abnutzen.

Den eigenen Kaffeekonsum einzuschränken, kann sich somit für viele Koffein-Junkies auszahlen – und das nicht nur bei der nächsten Zahnarztrechnung.

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