Kalt duschen: So stärken Wechselbäder die Abwehrkräfte

Im Winter ist eine erfrischende Dusche für viele Menschen eine recht abschreckende Vorstellung. Doch genau jetzt ist die richtige Zeit, sich vermehrt mit kaltem Wasser abzuduschen.

Da in den dunklen Jahreszeiten die Erkältungsgefahr besonders hoch ist, ist es sinnvoll, dem Abwehrsystem einen kleinen Kick zu verpassen.

Mit einer sogenannten Kneipp-Anwendung ist dieses Ziel relativ leicht zu erreichen.

Stoffwechsel anregen durch Temperaturreize

Die Kneipp-Methode besteht aus einem Wechsel von warm und kalt und hält so einige gesundheitsfördernde Effekte für den Körper parat.

Durch den Reiz wird der Stoffwechsel auf Trab gehalten. Die Durchblutung wird angekurbelt und dadurch die Sauerstoffversorgung des Körpers verbessert. Dies wiederum stärkt das Abwehrsystem.

Einen entsprechenden Reiz kann man jeden Tag leicht unter der Dusche erzeugen. Dazu einfach die Wassertemperatur zwischen warm und kalt wechseln und im Idealfall zusätzlich den Wasserdruck variieren.

Zu Beginn einen warmen Reiz setzen, indem man sich zunächst für einige Sekunden warm abduscht. Danach den kalten Wasserstrahl auf Arme, Oberkörper und Beine richten.

Für alle, die unter Cellulite leiden und diese bekämpfen wollen, liefern die Wechselbäder übrigens einen weiteren positiven Effekt. Die abwechselnde Wassertemperatur trainiert nämlich die Gefäßmuskulatur.

Dies bewirkt ein Zusammenziehen und Weiten der Gefäße und verbessert so das Bindegewebe. Als Folge davon wird die Organgenhaut bei vielen weniger ausgeprägt.

Fokus auf Arme und Füße legen

Wer sich nicht dauerhaft überwinden kann, den ganzen Körper mit dem kalten Wasser abzuspritzen, konzentrierts sich vermehrt auf die Arme und Füße.

Die lassen sich übrigens auch außerhalb der Dusche mit der Kneippmethode behandeln. Dazu einfach zwei Fußbäder mit heißem und kalten Wasser füllen.

Nachdem man die Füße etwa fünf Minuten in das warme Becken gehalten hat, das Bad wechseln und für 15 bis 20 Sekunden im kalten Wasser verharren.

Den Vorgang kann man mehrere Male wiederholen und auch mit den Unterarmen durchführen. Eine richtige Kneipp-Anwendung endet übrigens mit dem kalten Wasser.

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Wichtig: Nur gesund kneippen

Das Immunsystem sollte auf diese Weise nur gestärkt werden, wenn man noch nicht gesundheitlich angeschlagen ist. Auch bei der Wassertemperatur sollte man unter Umständen vorsichtig sein.

Wer Probleme mit dem Kreislauf hat oder an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung leidet, sollte das frische Wasser nicht allzu kalt aufdrehen. Die Spanne liegt hier zwischen zwölf und 20 Grad, das warme Wasser sollte knapp 37 Grad betragen.

Cornelia Bertram

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