13-Jährige lernt lieber in der Eiseskälte, statt mit Ungeimpften im Klassenzimmer

Im Fall einer Schülerin in Hagen, die aus Angst vor einer Corona-Infektion seit Wochenbeginn trotz Kälte auf Unterricht auf dem Schulhof besteht, zeichnet sich ein Kompromiss ab.

Das sagte ein Sprecher der Bezirksregierung Arnsberg am Donnerstag auf dpa-Anfrage nach einem Austausch mit der Leitung der Realschule. Die 13-Jährige solle nun in einem separaten Raum innerhalb des Schulgebäudes online am Unterricht teilnehmen. Man habe durchaus auch Verständnis für die Sorgen des Kindes, es handele sich um eine "gewisse Spagat-Situation."

Siebtklässlerin will als Risikopatienten nicht mit Ungeimpften zusammen lernen

Mehrere Medien hatten über die Siebtklässlerin berichtet, die als Risikopatientin auch nach Dreifach-Impfung einen gemeinsamen Unterricht mit ungeimpften Schülern aus Angst vor einer Ansteckung verweigert. Die Schule hatte dem Mädchen Pult und Stuhl auf den Schulhof gestellt, wo sie online am Unterricht teilnahm. Während der Pausen oder zum Aufwärmen nutzte die Schülerin einen freien Raum im Gebäude, wie ein Sprecher der Stadt Hagen schilderte.

Das Jugendamt habe aus Sorge um die Gesundheit eine Stellungnahme des schulpsychologischen Dienstes angeregt, damit der Schule eine Grundlage gegeben wird, Distanzunterricht zu ermöglichen, sagte Stadtsprecher Michael Kaub. Eine längerfristige Unterrichtung auf dem Schulhof werfe angesichts der Jahreszeit die Frage nach dem Gesundheitsschutz und dem Kindeswohl auf. Man stehe in Kontakt mit der Familie, die sich kooperationsbereit zeige. Die Realschule war auf dpa-Anfrage zunächst nicht zu erreichen.

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