Bei OTC-Analgetika darf der Warnhinweis nicht fehlen

Viele Apotheken betreiben im Rahmen ihrer MarketingmaßnahmenWerbung für OTC-Analgetika. Zu den – schon bisher – vielfältigen dabei zubeachtenden Rechtsvorschriften ist jetzt mit derAnalgetika-Warnhinweis-Verordnung eine weitere hinzugekommen.

Die Analgetika-Warnhinweis-Verordnung ist seit dem 1. Juli2018 in Kraft. Apotheker sind von ihr bei der Herstellung und Kennzeichnung vonDefektur- und Rezeptur-OTC-Analgetika direkt betroffen. Es ist der Hinweis „BeiSchmerzen oder Fieber ohne ärztlichen Rat nicht länger anwenden als vomApotheker oder von der Apothekerin empfohlen!“ auf dem Behältnis gut lesbar unddauerhaft aufzunehmen.

Die praktische Bedeutung von Defektur und Rezeptur imBereich der OTC-Analgetika ist allerdings gering. Die Musik spielt bei denFertigarzneimitteln. Pro Jahr werden hier nach der Verordnungsbegründung über100 Millionen Packungen in Deutschland in den Verkehr gebracht.

Zur Verwendung des Warnhinweises in der Apothekenwerbungschweigt die OTC-Analgetika-Verordnung leider. Da der Gesetzgeber aber davonausgeht, dass Preiserhöhungen oder eine Auswirkung auf das allgemeinePreisniveau bei OTC-Analgetika auch mit dem Warnhinweis nicht zu erwarten sind,unterstellt er, dass es auch zukünftig Preiswettbewerb und Werbung beiApotheken geben wird. Die Bewerbung von OTC-Analgetika wird allerdings etwaserschwert.

Mehr dazu in der AZ vom heutigen Montag

Imersten Teil seines Beitrags in der AZ beleuchtet Dr. Timo Kieser dieVorschriften der Analgetika-Warnhinweis-Verordnung und die Folgen für dieIndiktionswerbung durch die Apotheke. Hier geht es zum AZ-Beitrag.

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