Chancen durch die Digitalisierung trotz Plattformen und Fake News

Wie können die Apotheken den Patienten in einer immer stärker digitalisierten Welt Orientierung bieten? Wo bleibt zwischenmenschliche Kommunikation unersetzbar? Um diese und viele andere Fragen wird es am Donnerstag bei der dritten Digitalkonferenz der Apothekerkammer Niedersachsen gehen. Die Veranstalter gaben vorab einige Einblicke in die Themen.

Am 22. Oktober wird die Apothekerkammer Niedersachsen ihre 3. Digitalkonferenz „Fokus Patient“ veranstalten. Ein begrenzter Besucherkreis wird vor Ort teilnehmen, die Veranstaltung kann auch online verfolgt werden. Mit der Digitalkonferenz verknüpfen die Veranstalter die Megatrends Gesundheit und Digitalisierung. Inhaltlich soll die Perspektive des Patienten im Mittelpunkt stehen.

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Kammerpräsidentin Cathrin Burs machte schon vorab deutlich, in welche Rolle sie die Apotheker dabei sieht: „Apotheker sind digital und stehen persönlich im Dienste der Patienten.“ Es sei ein riesiger digitaler Markt, geradezu ein „digitaler Dschungel“ entstanden. Darum hätten viele Patienten Schwierigkeiten, die vielen Informationen zu verstehen und zu nutzen. Dies schaffe für die Apotheker neue Herausforderungen und Erwartungen. „Die Patienten brauchen Navigation“, folgerte Burs. Das Ziel sei nicht nur der informierte Patient, sondern der „richtig informierte Patient“.

Einfühlungsvermögen und Kommunikation

Dazu gehöre auch, dass der Patient verstehe, warum eine bestimmte Empfehlung aus dem Internet für ihn gerade nicht richtig sei. Neben Kompetenz seien dafür Zeit, Einfühlungsvermögen und Kommunikationsfähigkeit nötig. Burs betonte, die Apotheker wüssten den Nutzen der Digitalisierung zu schätzen, aber diese sei kein Wert an sich. Sie müsse den Menschen dienen. Mit Blick auf die Anwendungen der Telematikinfrastruktur versicherte Burs, die Apotheker könnten damit im Netzwerk mit anderen Heilberuflern viel Gutes bewirken. Die Digitalkonferenz solle dafür einen Impuls setzen. Sie sehe große Chancen und habe daher auch keine Angst vor irgendwelchen Plattformen.

Auch der bekannte Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar, der bei der Digitalkonferenz zum Thema „Chancen in der Krise“ sprechen wird, präsentierte vorab einige Überlegungen. Ebenso wie Burs hob es die Verknüpfung digitaler Entwicklungen mit menschlichen Aspekten hervor. Die Digitalisierung in der Medizin werde sehr von Daten getrieben. Große Player würden auf den Markt drängen. Doch die Medizin erfordere den direkten Kontakt zu den Menschen. 

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