Coronavirus: In diesen Betrieben wird häufiger getestet – Heilpraxis

Corona-Tests in zwei Dritteln der Betriebe

Die Bundesregierung plant, eine Testpflicht in Unternehmen zu beschließen. Die Beschäftigten sollen demnach auf Kosten des Arbeitgebers regelmäßig auf das Coronavirus SARS-CoV-2 getestet werden. In vielen Betrieben wird bereits getestet. In manchen Branchen besonders häufig.

Eine zwischen dem 22. März und dem 8. April durchgeführte repräsentative Befragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt, dass aktuell knapp zwei Drittel der Betriebe in Deutschland ihren Beschäftigten Corona-Tests anbieten oder planen, dies zu tun.

Coronavirus eindämmen

„Das Testen auf eine akute Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 hilft, Übertragungsketten zu durchbrechen und das Coronavirus einzudämmen. Als Tests stehen PCR-Tests, Antigen-Tests und Antigen-Selbsttests zur Verfügung“, erklärt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf ihrem Portal „infektionsschutz.de“.

Die Politik plant nun, für alle Betriebe, Einrichtungen und Verwaltungen in Deutschland, deren Beschäftigte nicht im Homeoffice arbeiten, die Pflicht einzuführen, jeder und jedem ihrer Beschäftigten mindestens einmal in der Woche einen Test anzubieten.

In vielen Betrieben gibt es solche Testangebote bereits.

Derzeit Angebote in einem Drittel der Betriebe

Laut einer Mitteilung des IAB bieten 32 Prozent der Betriebe ihren Beschäftigten bereits Corona-Tests an. 30 Prozent planen dies zu tun, überwiegend innerhalb der nächsten vier Wochen.

Das Testangebot für Beschäftigte unterscheidet sich dabei je nach Größe des Unternehmens. 60 Prozent der Großbetriebe mit 250 und mehr Beschäftigten bieten ihren Angestellten schon jetzt Corona-Tests an. Und 34 Prozent der Großbetriebe planen dies zu tun.

Mit abnehmender Betriebsgröße sinkt aber der Anteil der Betriebe, die ihren Beschäftigten Corona-Tests anbieten, oder dies planen. Allerdings bietet auch bei den Kleinstbetrieben mit weniger als zehn Beschäftigten immer noch mehr als die Hälfte Corona-Tests an oder plant, das zu tun.

29 Prozent von ihnen bieten schon Tests an, 30 Prozent der befragten Betriebe planen, dies zu tun.

Deutliche Unterschiede in verschiedenen Branchen

Nach Branchen lassen sich ebenfalls deutliche Unterschiede erkennen. Am verbreitetsten sind Corona-Tests im Bildungs-, Gesundheits- sowie Sozialwesen, wo bereits 58 Prozent der Betriebe Corona-Tests anbieten und weitere 22 Prozent planen dies zu tun.

Im Bereich Verkehr und Lagerei liegt das Testangebot mit 17 Prozent deutlich niedriger, weitere 28 Prozent planen jedoch das Angebot.

„Es finden sich zudem Anzeichen auf ein mit der Zeit zunehmendes Testangebot der Betriebe, da sich im Verlauf der Datenerhebung zwischen dem 22. März und dem 8. April der Anteil der Betriebe, die Tests anbieten, erhöht hat“, sagt der IAB-Forscher Jens Stegmaier.

Testangebot wird überwiegend positiv aufgenommen

Die IAB-Forschenden haben die Betriebe, die Tests anbieten, auch gefragt, welchen Beschäftigten Corona-Tests bereits angeboten werden. 83 Prozent der Unternehmen mit Testangebot wenden sich an alle Beschäftigten.

Lediglich eine Minderheit begrenzt das Angebot auf Beschäftigte, die vor Ort oder in bestimmten Abteilungen arbeiten. 52 Prozent der Betriebe geben an, die Tests mehrmals wöchentlich anzubieten, 40 Prozent zumindest einmal die Woche.

Den Angaben zufolge sind die Tests bei jedem dritten Betrieb zumindest für einen Teil der Beschäftigten sogar verpflichtend. Nach Angaben der Betriebe wird das Testangebot von den Beschäftigten überwiegend positiv angenommen.

Laut der Mitteilung beruhen die Daten auf einer alle drei Wochen durchgeführten Befragung des IAB von rund 2.000 Betrieben aus der Privatwirtschaft, mit der die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Situation der Betriebe laufend untersucht werden. (ad)

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