COVID-19-Langzeitfolgen: Naturheilverfahren können helfen – Heilpraxis

Long-COVID: Naturheilkunde kann helfen

Bei einem Teil der Menschen, die an COVID-19 erkrankt waren, treten teilweise noch Monate nach der Infektion Spätfolgen auf. Auch Personen, die während ihrer Erkrankung nur leichte Symptome hatten, müssen mit solchen Langzeitfolgen, die auch unter dem Begriff „Long-COVID“ bekannt sind, rechnen. Neben schulmedizinischer Behandlung kann Betroffenen auch Naturheilkunde helfen.

Wie das Bundesministerium für Gesundheit auf dem Portal „Zusammen gegen Corona“ erklärt, spüren rund 80 Prozent aller Erkrankten wenig bis gar nichts von ihrer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2. Bei manchen Infizierten kommt es jedoch zu schweren COVID-19-Krankheitsverläufen, die zum Teil tödlich enden. Zudem entwickeln manche Erkrankte nach der akuten Krankheit Symptome wie ständige Erschöpfung, Luftnot, neurologische Störungen, plötzliches Erbrechen oder Schwindel. Dieses Phänomen ist als „Long-COVID“ oder auch „Post-COVID-19-Syndrom“ bekannt. Bei Corona-Langzeitfolgen können auch Naturheilverfahren helfen.

Verstärkte Einsatz von Naturheilverfahren

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek wirbt mit Blick auf mögliche Langzeitfolgen von COVID-19-Erkrankungen für den verstärkten Einsatz auch von Naturheilverfahren.

Anlässlich des 200. Geburtstags von Sebastian Kneipp (17. Mai) betonte der Minister laut einer Mitteilung: „Die Corona-Pandemie zeigt uns, was das Wichtigste für jede und jeden von uns ist: unsere Gesundheit – und zwar in allen Facetten.“

Er verwies darauf, dass „Kneipps Ansatz einer ganzheitlichen Medizin“ damit aktueller denn je ist. „Er war ein Pionier auf dem Gebiet der Naturheilkunde, ein Visionär der Prävention und Gesundheitsvorsorge. Diese Idee hat er nicht nur selbst gelebt, sondern auch in die Welt hinausgetragen.“

Der Gesundheitsminister erläuterte: „Einerseits müssen wir bei der akuten Corona-Infektion alle Möglichkeiten der modernen Medizin nutzen. Andererseits dürfen wir auch komplementäre, traditionelle Heilverfahren wie die Kneipp-Therapie nicht ungenutzt lassen, um bei möglichen Langzeitfolgen einer Corona-Infektion zu helfen.“

Etwa zehn Prozent der Infizierten betroffen

Als „Post-COVID-19-Syndrom“ oder „Long-COVID“ werden langanhaltende Krankheitssymptome bezeichnet, die nach einer akuten COVID-19-Erkrankung auftreten.

Zu den möglichen Spätfolgen gehören unter anderem Lungenfunktionsstörungen, Herzbeschwerden, geringere Leistungsfähigkeit, Schmerzen, Fatigue und Erschöpfungszustände sowie psychische Beschwerden wie Depressionen oder Angstzustände.

Laut Schätzungen von Fachleute, dürften etwa zehn Prozent aller Corona-Infizierten mit Langzeitfolgen zu kämpfen haben.

Ganzheitlicher Ansatz zur Gesunderhaltung

Wie in der Mitteilung erklärt wird, steht der Pfarrer Sebastian Kneipp für einen ganzheitlichen Ansatz zur Gesunderhaltung von Körper, Geist und Seele. Dieser beruht auf fünf Säulen: Wasser, Bewegung, Ernährung, Heilpflanzen sowie Lebensordnung.

Zielsetzung der seit ihren Anfängen immer weiterentwickelten Lehre ist es, im Einklang von Mensch und Natur die Gesundheit zu erhalten und Krankheiten aktiv vorzubeugen. Hinter diesem Ansatz verbirgt sich die Erkenntnis, dass ein gut funktionierendes Immunsystem, körperliche Fitness sowie eine gute Stressresistenz wichtig sind, um gesund zu bleiben oder wieder zu werden. Kneippen gehört zum immateriellen Kulturerbe hierzulande.

„Viele Elemente der Kneippschen Lehre können wir völlig unkompliziert, kostenlos und ganz individuell in unseren Alltag integrieren. Unumstritten ist die präventive Wirkung mancher Anwendungen – und sie tun gut! So bereitet Barfußlaufen auch den Jüngsten in den Kitas Freude, der warme Heusack kommt zum Beispiel in Pflegeeinrichtungen zum Einsatz“, erläuterte Holetschek.

„Ich setze mich auch dafür ein, Naturheilverfahren stärker wissenschaftlich in den Fokus zu nehmen. Noch mehr gesicherte Erkenntnisse über die Naturheilverfahren helfen uns, diese gewinnbringend und ergänzend zur Schulmedizin einzusetzen.“ (ad)

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