DAK: „Es darf nicht mehr kosten“

Pharmazeutische Dienstleistungen ja, aber es darf bitte nicht mehr kosten. So argumentierte sinngemäß Thomas Bodmer von der DAK bei der Podiumsdiskussion zu pharmazeutischen Dienstleistungen beim DAT. Interessant ist, wie die Krankenkasse diese Kostenneutralität gewähren will – man müsse schauen, welche Aufgaben Apotheker von Ärzten übernehmen könnten, die entsprechende Vergütung bei der KV wegnehmen und diese Apothekern zukommen lassen. Damit sind wohl weder Ärzte noch Apotheker einverstanden. Gabriele Regina Overwiening erklärt: „Wir wollen keine Dienstleistungen stehlen, wir haben selbst genug“.

„Zum ersten Mal gibt es die einigermaßen reale Chance, dass der Traum von der Vergütung pharmazeutischer Dienstleistungen mit dem Apotheken-Stärkungsgesetz wahr wird“, eröffnet Dr. Rainer Kern, Pressesprecher der ADBA, am Donnerstagmittag die Podiumsdiskussion zu Pharmazeutischen Dienstleistungen im Rahmen des Deutschen Apothekertages 2019 in Düsseldorf. Die meisten Apotheker scheinen motiviert und freuen sich auf neue Aufgaben – auch wenn bislang nicht eindeutig klarsteht, wie genau die sodann hoffentlich vergüteten pharmazeutischen Dienstleistungen aussehen werden. Im Raum stehen Medikationsanalyse, die Erstellung und Ergänzung des bundeseinheitlichen Medikationsplans, sobald dieser in elektronischer Form etabliert ist, aber auch Dienstleistungen, die im Rahmen der Prävention und Früherkennung erbracht werden, so zum Beispiel das Impfen.

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Allerdings dämpfte Thomas Bodmer, DAK-Vorstandsmitglied, den Tatendrang und die Vorfreude bei den Apothekern auf die potenziell vergüteten pharmazeutischen Dienstleistungen gewaltig. Zugespitzt war seine Botschaft beim DAT in Düsseldorf mehr oder weniger: Pharmazeutische Dienstleistungen ja, aber es darf bitte nicht mehr kosten.

Alte und neue pharmazeutische Dienstleistungen

Nach Ansicht des Kassenfunktionärs pflegt die Bevölkerung nämlich ein etwas verzerrtes Bild von der finanziellen Lage  der GKV: „Es herrscht immer noch die Meinung, dass wir im Geld schwimmen wie Dagobert Duck. Das ist nicht der Fall“. Man plane derzeit sogar 0,4 zusätzliche Beitragspunkte ab dem nächsten Jahr. Wie also stellt sich der DAK-Funktionär die Vergütung Pharmazeutischer Dienstleistungen vor? Wie will Bodmer seine angemahnte Kostenneutralität gewährleisten? Thomas Bodmer unterscheidet dabei zwischen gänzlich neuen Pharmazeutischen Dienstleistungen und Leistungen, die bereits von anderen Berufsgruppen erbracht werden.

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