Erfolgreiche Impfkampagne: Malta schafft als erstes EU-Land die Herdenimmunität

Malta hat als erstes Land in der Europäischen Union 70 Prozent seiner erwachsenen Bevölkerung mit wenigstens einer Dose gegen Covid-19 geimpft. Das teilte der Gesundheitsminister des Mittelmeer-Staates am Pfingstwochenende mit. "Wir haben heute die Herdenimmunität erreicht", sagte Ressortchef Chris Fearne am Montag bei einer Pressekonferenz. In dem Land mit etwa 500.000 Einwohnern wurden laut Daten des Gesundheitsministeriums Stand Sonntag bislang mehr als 475.000 Impfstoffdosen verabreicht. Fearne zufolge sind von den Menschen über 16 Jahren knapp 42 Prozent durchgeimpft.

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Weitere Lockerungen in Malta im Juli

In Malta sank die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den vergangenen Monaten stark. Jeder Bürger über 16 Jahre kann derzeit eine Impfung bekommen. Von den über 60-Jährigen wurden bereits 95 Prozent geimpft. Ab dem 1. Juli will die Regierung laut Fearne bei weiter niedrigen Corona-Fallzahlen die Regeln zum Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen lockern. Durchgeimpfte Menschen sollen dann den Schutz nicht mehr tragen müssen, wenn sie zum Beispiel allein draußen unterwegs sind. An Stränden soll die Maskenpflicht bereits ab dem 1. Juni entfallen.

Sinkende Infektionszahlen


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Deutschland hinkt im Kampf gegen Corona hinterher

In Deutschland läuft die Impfkampagne deutlich schleppender. Nach Daten des Robert-Koch-Instituts sind hierzulande erst rund 14,3 Prozent der Bevölkerung vollständig durchgeimpft, das sind 11,9 Millionen Menschen. Mindestens eine Erstimpfung haben 33,6 Millionen Bürger in Deutschland erhalten, das sind 40,4 Prozent.

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