In Bayern entwickelt sich gerade der bundesweit schlimmste Corona-Hotspot

Das Coronavirus breitet sich in Europa wieder stark aus – teilweise stärker als beim ersten Mal. Am Montag wurden in Deutschland wieder mehr als 1200 Neuinfektionen gemeldet, der R-Wert liegt weiterhin über der kritischen Marke von 1. Alle Entwicklungen zur Corona-Pandemie in Deutschland und der Welt im News-Ticker.

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Topmeldungen zur Corona-Pandemie: Daten zu Russlands Impfstoff „Sputnik V“ möglichweise manipuliert  (07.32 Uhr) +++ 1827 Neuinfektionen in Deutschland – R-Wert sinkt, bleibt aber über 1 (20.45 Uhr) +++ Arzt wurde positiv auf Corona getestet und praktizierte trotzdem weiter (18.40 Uhr)

Indien meldet mehr als fünf Millionen Corona-Fälle

08.33 Uhr: Die Corona-Pandemie sorgt weiterhin für hohe Infektionszahlen in zahlreichen Ländern, besonders Indien ist betroffen. Jetzt überschritt das Land die Fünf-Millionen-Marke. Offiziell haben sich dort nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität 5.020.359 Menschen mit dem Coronavirus bestätigt infiziert. Damit liegt Indien nach den USA (6,6 Millionen) weltweit an zweiter Stelle der Corona-Infektionen.

82.066 Personen sind in Indien an den Folgen der Lungenkrankheit gestorben – nur in den USA (195.937) und Brasilien (133.119) starben mehr Menschen am Coronavirus.

Trump spekuliert über Corona-Impfstoff in „drei bis vier Wochen“

07.58 Uhr: In einem sogenannten „Town Hall Meeting“ des amerikanischen Fernsehsender „ABC News“ hat US-Präsidenten Donald Trump die Zulassung eines Corona-Impfstoff innerhalb kürzester Zeit versprochen – in den „nächsten drei bis vier Wochen“: „Wir stehen kurz vor einem Impfstoff.“ Der 74-Jährige spekuliert zudem, dass man vielleicht gar kein Vakzin brauche: „Ohne den Impfstoff würde es verschwinden, aber mit dem Impfstoff wird es sehr viel schneller verschwinden.“ dpa/Alex Brandon/AP/dpa US-Präsident Donald Trump.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein geeigneter Impfstoff innerhalb dieser kurzen Zeitspanne auf den Markt kommt, ist gering. Vielmehr versucht Trump weiterhin, vor der US-Präsidentschaftswahl am 3. November für positive Stimmung in der Corona-Krise zu sorgen. An dieser Aussage wird sich der Republikaner in drei bis vier Wochen messen lassen müssen.

Jüngst war bekannt geworden, dass Trump laut eigener Aussage das Coronavirus "absichtlich heruntergespielt" hat – und es immer noch "gerne herunterspielt". Mehrfach belog er das amerikanische Volk. In der Folge starben bislang fast 200.000 Menschen.

TOP-NEWS: Renommierte Forscher: Daten zu Russlands Impfstoff „Sputnik V“ möglicherweise manipuliert

07.32 Uhr: Während die Welt auf der Suche nach einen geeigneten Impfstoff gegen das Coronavirus ist, ist Russland vorgeprescht – ohne alle notwenigen klinischen Tests nach internationalem Standard vorzuweisen: „Sputnik V“ ist der erste offizielle Corona-Impfstoff, den Kreml-Chef Wladimir Putin mit der Ankündigung aufwertete, dass seine eigene Tochter das Vakzin getestet habe. Doch jetzt kommen weitere Zweifel auf. Alexander Zemlianichenko Jr/Russian Direct Investment Fund/AP/dpa „Sputnik-V“: Erste Interessenten und Kritik an Russlands Corona-Impfstoff

„Der Spiegel“ berichtet, dass renommierte Forscher um den Molekularbiologen Enrico Bucci in mehreren Ländern die Echtheit der vorgelegten russischen Daten in Frage stellen. Es gehe um den Verdacht der Manipulation – um ausgedachte Ergebnisse und mögliche Photoshop-Fälschungen.

In einer Abbildung der Studie zum Beispiel sei ein auffälliges Zahlenmuster in den Daten zu erkennen. Mehrere Probanden hätten an verschiedenen Tagen exakt denselben Antikörperspiegel im Blut gehabt. Auch der Wert der T-Zellen, die gegen das Coronavirus aktiv sein sollen, seien in den Daten identisch gewesen – und das, obwohl die Probanden unterschiedliche Formen des Impfstoffs erhalten hätten. Kann das ein Zufall sein? „Das ist, als ob man würfelt und mehrmals genau die gleiche Zahlenfolge erhält“, sagte Bucci der „Moscow Times“.

Immunologe Andrea Cossarizza kritisiert, dass die Daten wie mit Photoshop bearbeitet wirkten. Die Zahlen ähnelten sich so sehr, dass sie aus statistischer Sicht unwahrscheinlich seien. Die beiden Forscher schrieben mit Kollegen einen offenen Brief an das Fachblatt „Lancet“ und forderten Einsicht in die Rohdaten der Studie.

Corona-Pandemie: Es wird nicht den einen Impfstoff für Deutschland geben

Mittwoch, 16. September, 06.45 Uhr: Die Ständige Impfkommission (Stiko) beim Robert Koch-Institut erwartet, dass es in Deutschland mehrere unterschiedliche Impfstoffe gegen das neuartige Coronavirus geben wird. Dies sei angesichts der großen Zahl von Impfstoffkandidaten "wahrscheinlich",  sagte die Stiko-Vizevorsitzende Sabine Wicker den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwochsausgaben). Dabei könne es sein, dass einzelne Impfstoffe besonders für bestimmte Bevölkerungsgruppen wie etwa ältere Menschen geeignet seien.

Die Impfkommission hat den Auftrag, Prioritäten festzulegen für den erwarteten Fall, dass ein Impfstoff zunächst nur in begrenzter Menge zur Verfügung steht. Dafür müsse geprüft werden, bei welchen Bevölkerungsgruppen das höchste Infektionsrisiko bestehe und "wer am meisten von einer Impfung profitieren würde", sagte Wicker. Eine solche Nutzen-Risiko-Analyse sei ein zentrales Element der standardisierten Vorgehensweise der Stiko.

Im Fall des Coronavirus gehörten zu den besonders schutzbedürftigen Gruppen unter anderem das medizinische Personal sowie die chronisch Kranken und die Älteren, erläuterte die Medizinerin. 

TOP-NEWS: 1827 Neuinfektionen in Deutschland – R-Wert sinkt, bleibt aber über 1

21.43 Uhr: In Deutschland ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen um 1827 Fälle auf insgesamt 262.766 gestiegen. Die Zahl der Neuinfektionen machte damit einen Sprung, am Tag zuvor waren es noch mehr als 1200 gemeldete Fälle gewesen. Allerdings sind die Zahlen für gewöhnlich an einem Dienstag höher als montags. Grund dafür ist, dass viele Gesundheitsämter am Montag schon morgens melden und am Wochenende weniger Tests ausgewertet und Ergebnisse gemeldet werden. Am Dienstag werden dementsprechend höhere Zahlen erzielt – auch weil viele Ergebnisse vom Wochenende und Wochenanfang nachgemeldet werden.

Acht neue Todesfälle sind im Vergleich zum Vortag hinzugekommen, insgesamt kamen in Deutschland 9334 Menschen durch das Virus ums Leben. Die Zahl der aktuellen Fälle in Deutschland stieg im Vergleich zum Vortag um 519 Personen und liegt nun bei 18.832.

Der R-Wert sank zum ersten Mal seit fünf Tagen, lag mit 1,04 aber weiter über der kritischen Grenze von 1. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 45.748 (+280) / 1.868 Todesfälle (+0)
  • Bayern: 62.573 (+428) / 2.645 Todesfälle (+1)
  • Berlin: 12.462 (+109) / 227 (+1)
  • Brandenburg: 4.054 (+20) / 173 Todesfälle (+0)
  • Bremen: 2.159 (+18) / 59 Todesfälle (+0)
  • Hamburg: 6.916 (+71) / 238 Todesfälle (+1)
  • Hessen: 16.985 (+108) / 540 Todesfälle (+1)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 1074 (+10) / 20 Todesfälle (+0)
  • Niedersachsen: 18.100 (+143) / 667 Todesfälle (+0)
  • Nordrhein-Westfalen: 62.730 (+470) / 1.834 Todesfälle (+5)
  • Rheinland-Pfalz: 9.822 (+54) / 247 Todesfälle (+0)
  • Saarland: 3.222 (+7) / 175 Todesfälle (-2)
  • Sachsen: 6.449 (+44) / 225 Todesfälle (+0)
  • Sachsen-Anhalt: 2.369 (+7) / 66 Todesfälle (+0)
  • Schleswig-Holstein: 4.288 (+33) / 161 Todesfälle (+0)
  • Thüringen: 3.815 (+25) / 189 Todesfälle (+1)

Gesamt (Stand 15.09.2020, 21.38 Uhr): 262.766 (9334 Todesfälle)

Vortag (Stand 14.09.2020, 21.18 Uhr): 260.939 (9326 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 234.600

Die Zahl der aktiven Fälle liegt damit bei 18.832 (+519)

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 1,04 (Vortag 1,18)

TOP-NEWS: Infizierter Arzt praktizierte einfach weiter: Mindestens fünf Menschen infiziert

18.40 Uhr: Kontakt mit Corona-Infizierten, Krankheitssymptome und trotzdem weitergearbeitet: Dieses fahrlässige Verhalten eines Arztes führte nun wohl zu weiteren Infektionen im Landkreis Deggendorf, am Fuße des Bayerischen Waldes gelegen. Wie der „Bayerische Rundfunk“ berichtet, sollen fünf Kontaktpersonen des Arztes positiv auf das Virus getestet worden seien. Insgesamt 275 Kontaktpersonen befänden sich in Quarantäne. Der Sender beruft sich auf Informationen des Landratsamtes des Kreises Deggendorf. Zunächst war lediglich eine Infektion bekannt gewesen, die einer Schülerin einer Realschule.

Das Verhalten des Arztes könnte nun schwere Konsequenzen haben: Der Landrat Deggendorfs, Christian Bernreiter (CSU), will bei der Staatsanwaltschaft Anzeige wegen Körperverletzung gegen den Arzt erstatten. Gegenüber dem „Bayerischen Rundfunk“ sagte er, dass ihm die „Worte fehlen“. Zwar gebe es für infizierte Ärzte Ausnahmeregelungen, wie sie mit besonderen Schutzmaßnahmen weiter praktizieren können, diese seien aber nach Angaben des Senders mit Verweis auf den Landrat nicht zur Anwendung gekommen.

Wie der "Bayerische Rundfunk" weiter berichtet, habe sich der Arzt bei einer Feier in Tschechien angesteckt. Laut dem Sender habe er gewusst, dass dort infizierte Personen zugegen waren, trotz dieser Tatsache und Krankheitssymptomen habe er aber weiterbehandelt, bis sein eigens durchgeführter Corona-Test ein positives Testergebnis zustande gebracht hatte. Wie der Sender berichtet, ist die Praxis des infizierten Arztes bis auf Weiteres geschlossen.

Länder einig bei sechswöchigem Testbetrieb für Fan-Rückkehr

17.20 Uhr: Die Bundesländer haben sich rechtzeitig zum Start der Fußball-Bundesliga auf einheitliche Regeln zur Fan-Rückkehr geeinigt. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen der Beratungen der Chefs der Staatskanzleien verständigten sich diese am Dienstag auf einen sechswöchigen Testbetrieb unter Corona-Bedingungen mit Zuschauern. Die Grenze liegt demnach oberhalb einer Zahl von 1000 Zuschauern bei 20 Prozent der jeweiligen Stadion-Kapazität. Alles Weitere zu dem Thema lesen Sie hier

TOP-NEWS: Niederlande verzeichnet höchste Zahl an Neuinfektionen seit Pandemie-Beginn

16.58 Uhr: Die Niederlande hat am Dienstag die höchste Zahl an Corona-Neuinfektionen seit Beginn der Pandemie vermeldet. Die kommunalen, öffentlichen Gesundheitsbehörden des Landes vermeldeten 1.379 Neuinfektionen und damit nochmal 79 mehr als am Montag. Auch die wöchentlichen Zahlen schießen in die Höhe und lagen mit rund 8.200 Infektionen deutlich über dem Wert der Vorwoche (ca. 5.400). Daneben würden laut der Zahlen der Behörden auch die Krankenhauseinweisungen deutlich zunehmen.

Erneute Abriegelung von Mallorca-Wohnviertel wegen Corona

15.53 Uhr: Auf der spanischen Urlaubsinsel Mallorca soll im Kampf gegen Corona erneut ein Wohngebiet der Hauptstadt Palma abgeriegelt werden. Die Einschränkungen der Bewegungsfreiheit im Gebiet Arquitecte Bennàssar im Nordosten der Stadt werde man bis zum Wochenende beschließen und in Kraft treten lassen, kündigte die Ministerpräsidentin der Balearen, Francina Armengol, am Dienstag im Regionalparlament an. Ähnliche Maßnahmen werde man auch für einige, von Neuausbrüchen ebenfalls schwer betroffene Gebiete von Ibiza anordnen. Einschränkungen der Bewegungsfreiheit seien für Viertel der gleichnamigen Inselhauptstadt sowie in San Antoni vorgesehen.

Seit Freitagabend ist auf der spanischen Urlaubsinsel Mallorca das an Arquitecte Bennàssar angrenzende Son Gotleu abgeriegelt. Die etwa 23 000 Betroffenen dürfen das Arbeiterviertel seitdem nur noch verlassen, um zur Arbeit, zu einem Arzt oder einem Krankenhaus sowie zur Schule oder einer anderen Bildungseinrichtung zu gehen oder um sich um Pflegebedürftige zu kümmern.

Diese Anordnung gilt zunächst für zwei Wochen. Es war die erste Abriegelung eines Gebiets auf den Balearen seit dem Ende des landesweiten dreineinhalbmonatigen Lockdowns am 21. Juni. In Spanien sind zahlreiche andere Gebiete oder Gemeinden abgeriegelt.

Sowohl in Son Gotleu als auch in Arquitecte Bennàssar leben viele Einwanderer aus Lateinamerika, Osteuropa und Afrika. Die sozialen Probleme dort haben sich aufgrund der Pandemie weiter verschärft. Die Urlauber, die für die Wirtschaft der Inseln von enormer Bedeutung sind, kommen nur selten dorthin, obwohl sich in Arquitecte Bennàssar die Stierkampfarena Palmas befindet. Clara Margais/dpa

Landrat Speer: "Wir dürfen jetzt nicht leichtsinnig werden"

14.12 Uhr: Noch rund 300 Testergebnisse stehen aus, erklärt Speer. Die derzeit geltenden Corona-Regeln, wie etwa das Schließen der Bars um 22 Uhr, werde beibehalten. "Wir dürfen jetzt nicht leichtsinnig werden", sagt Landrat Speer.  Damit endet das Statement des Landrats.

14.11 Uhr: Die Stadt sei in enger Absprache mit der US-Armee, die zudem eigene Tests habe durchführen lassen. "Nach unserem Kenntnisstand sind alle positiv Getesteten in Quarantäne", erklärt Speer. Derzeit ermittle die Staatsanwaltschaft gegen die 26-Jährige.

14.10 Uhr: Speer appelliert an alle jungen Leute, sich noch testen zu lassen. dpa

14.09 Uhr: "Es werden noch viele Tests dazukommen", so Speer weiter. Es sei teilweise noch sehr schwierig, die Infektionsketten nachzuvollziehen, unter anderem, weil teilweise falsche Daten bei den Erfassungen angegeben worden sein.

Nur drei positive Testergebnisse in Garmisch

14.06 Uhr: Es geht los! Die 7-Tage-Inzidenz liege derzeit bei 55, bei den rund 700 Tests habe es drei positive Testergebnisse gegeben. "Das ist sehr erfreulich", sagt Speer. Die Ergebnisse vom Montag liegen aber noch nicht vor

14.00 Uhr: Wie viele Menschen hat die Superspreaderin von Garmisch-Partenkirchen auf ihrer Kneipentour angesteckt? Eine erste Testwelle ist vollendet, gleich will Landrat Anton Speer die Ergebnisse verkünden. Über 700 Menschen hatten sich dabei testen lassen.

Sachsen-Anhalt lockert weiter – Clubs öffnen

13.49 Uhr: Sachsen-Anhalt will zum November alle Bereiche mit Publikumsverkehr wieder öffnen. Vom 1. November sollen Clubs und Diskotheken wieder Gäste empfangen können, teilte die Landesregierung nach der Kabinettssitzung am Dienstag in Magdeburg mit. Das Besucherlimit solle bei 60 Prozent der in der Betriebserlaubnis festgelegten Personenzahl liegen sagte Wirtschaftsminister Armin Willingmann. Prostitutionsstätten können ab sofort wieder öffnen.

In Gaststätten kann künftig der Mindestabstand von 1,5 Metern unterschritten werden, wenn es geeignete Abtrennmöglichkeiten wie Plexiglaswände gebe. Mit Zugangsbeschränkungen oder Einlasskontrollen solle dafür gesorgt werden, dass sich im Innen- und Außenbereich nicht mehr als Zehner-Gruppen bildeten. Wichtig sei, dass Kontakte nachvollziehbar seien.

Die Obergrenze für Veranstaltungen in geschlossenen Räumen, die bislang bei 500 Personen liegt, soll ab dem 1. November auf 1000 steigen. Profisport- und Kulturveranstaltungen könnten nach besonderer Genehmigung mit deutlich mehr Teilnehmern möglich sein. Private Feiern seien weiter mit bis zu 50 Personen möglich.

Garmisch-Partenkirchen: Um 14 Uhr werden Testergebnisse verkündet

13.37 Uhr: Um 14 Uhr will die Stadt Garmisch-Partenkirchen auf einer Pressekonferenz mitteilen, wie viele positive Corona-Tests es nach der Kneipen-Tour einer infizierten Frau in der Stadt gibt. FOCUS Online begleitet die Pressekonferenz für Sie hier im Liveticker.

"Ressourcenverschwendung": Ärzte-Präsident kritisiert bayerische Test-Strategie

08.34 Uhr: Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer, kritisiert die Strategie der bayerischen Staatsregierung, weiter großflächig auf Corona zu testen.  Im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk (Bayern 2, radioWelt am Morgen, Moderatorin Veronika Lohmöller) sagte er: "Das halte ich für völlig falsch, weil ich glaube, dass das eine Verschwendung von Laborressourcen ist." dpa/Wolfgang Kumm/dpa Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer.

"Ich glaube, dass wir die Kraft mehr darauf verwenden sollten, dass wir dort testen, wo wirklich erhebliche Gefahr besteht, dass wir dafür sorgen, dass (Anm. der Red.: wir) in Altenheimen, in Altenwohneinrichtungen, in Reha-Einrichtungen, in Pflegeeinrichtungen, (…) auch in Krankenhäusern, im Gesundheitswesen (…) weiter eine relativ flächendeckende Teststrategie fahren (…), ansonsten sollte man viel stärker anlassbezogen testen, indem man tatsächlich feststellt, hat jemand Kontakt gehabt, gibt es Hinweise, dass jemand infiziert sein könnte, und natürlich selbstverständlich dann, wenn jemand symptomatisch ist. Aber unsymptomatische Patienten flächendeckend zu testen, halte ich für falsch", so der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, im Interview mit der Bayern 2 radioWelt am Morgen.

Im Hinblick auf den Herbst und eine bevorstehende saisonale Zunahme von Infekten, forderte Klaus Reinhardt die Politik dazu auf, organisatorisch vorzusorgen:

"Das Entscheidende ist, ob wir mit der Teststrategie und dem Umgang in den Arztpraxen bei der Versorgung der sonst übrigen Erkrankten alles richtig machen. Da muss man sich darauf einrichten, dass wir, wenn wir die üblichen Erkältungserkrankungen zusätzlich zu Corona haben, in den Praxen unter Umständen herausgefordert sind. Da ist die Forderung, dass man sich organisatorisch jetzt schon darauf einrichtet, (…) Infektionssprechstunden anzubieten oder da, wo es sich anbietet, in Ballungszentren zum Beispiel, Testzentren (…) einzurichten, so dass man das Testgeschäft aus den Arztpraxen heraushalten kann. Das ist eine organisatorische Herausforderung, auf die man sich jetzt vorbereiten sollte und nicht dann, wenn es plötzlich so weit ist."

"Es war Dummheit": Barbesitzer hat trotzdem Verständnis für Superspreaderin

Dienstag, 15. September, 06.26 Uhr: Eine einzelne Person ist mutmaßlich dafür verantwortlich, dass sich Garmisch-Partenkirchen derzeit wieder in einer Ausnahmesituation befindet. FOCUS Online traf Peter Messerschmitt, den Besitzer einer der Cocktailbars, in der sich die infizierte Frau aufgehalten haben soll.

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TOP-NEWS: 1.272 Corona-Neuinfektionen in Deutschland – Neun neue Todesfälle

21.49 Uhr: In Deutschland ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen um 1.281 Fälle auf insgesamt 260.939 gestiegen. Neun neue Todesfälle sind im Vergleich zum Vortag hinzugekommen, insgesamt kamen in Deutschland 9.326 Menschen durch das Virus ums Leben. Die Zahl der aktuellen Fälle in Deutschland stieg im Vergleich zum Vortag um 72 Personen und liegt nun bei 18.313.

Der R-Wert blieb nach vier Tagen in Folge, an denen er angestiegen war, zum ersten Mal wieder gleich bei 1,18, damit aber weiter über der kritischen Grenze von 1. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 45.468 (+221) / 1.868 Todesfälle (+1)
  • Bayern: 62.145 (+456) / 2.644 Todesfälle (+1)
  • Berlin: 12.353 (+85) / 226 (+0)
  • Brandenburg: 4.034 (+3) / 173 Todesfälle (+0)
  • Bremen: 2.141 (+21) / 59 Todesfälle (+1)
  • Hamburg: 6.845 (+21) / 237 Todesfälle (+0)
  • Hessen: 16.877 (+69) / 539 Todesfälle (+2)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 1064 (+10) / 20 Todesfälle (+0)
  • Niedersachsen: 17.957 (+64) / 667 Todesfälle (+0)
  • Nordrhein-Westfalen: 62.260 (+182) / 1.829 Todesfälle (+1)
  • Rheinland-Pfalz: 9.768 (+14) / 247 Todesfälle (+1)
  • Saarland: 3.215 (+1) / 177 Todesfälle (+2)
  • Sachsen: 6.405 (+62) / 225 Todesfälle (+0)
  • Sachsen-Anhalt: 2.362 (+29) / 66 Todesfälle (+0)
  • Schleswig-Holstein: 4.255 (+24) / 161 Todesfälle (+0)
  • Thüringen: 3.790 (+10) / 188 Todesfälle (+0)

Gesamt (Stand 14.09.2020, 21.18 Uhr): 260.939 (9326 Todesfälle)

Vortag (Stand 13.09.2020, 19.23 Uhr): 259.658 (9317 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 233.300

Die Zahl der aktiven Fälle liegt damit bei 18.304 (+63)

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 1,18 (Vortag 1,18)

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