Mundtrockenheit: Diese Tipps können Linderung verschaffen! – Naturheilkunde & Naturheilverfahren Fachportal

Acht Tipps zur Linderung von Mundtrockenheit

Ein trockener Mund ist wahrlich unangenehm. Zu wenig Speichel erschwert das Kauen, Schlucken und Sprechen und längerfristig kann Mundtrockenheit unter anderem zu Zahnproblemen führen. Wer also ständig einen trockenen Mund hat, sollte möglichst gegensteuern. Einige Tipps können dabei helfen.

Mundtrockenheit kann verschiedene Auslöser haben. Die häufigsten Ursachen sind bestimmte Medikamente, Infektionen, Dehydration sowie Krebsbehandlungen (Bestrahlung und Chemotherapie), erklärt die Fachärztin für Allgemeinmedizin Dr. Neha Vyas in einem aktuellen Beitrag der renommierten Cleveland Clinic (USA).

Folgen von unbehandelter Mundtrockenheit

Unbehandelter, trockener Mund, in der Fachsprache Xerostomie genannt, kann zu verschiedenen Problemen wie Mundgeruch, Karies und Zahnfleischentzündung führen. Zudem kann es zu Schluckbeschwerden, Problemen beim Sprechen, rissigen Mundwinkeln und Lippen und einem brennenden Gefühl auf der Zunge kommen.

Besonders oft betroffen von Mundtrockenheit sind ältere Personen sowie Krebspatientinnen und Krebspatienten. „Der trockene Mund verschwindet normalerweise ein bis zwei Monate nach Abschluss der Chemotherapie von selbst, kann aber nach der Bestrahlung von Kopf und Hals sechs Monate bis ein Jahr dauern“, erläutert Dr. Vyas.

Empfehlungen einer Ärztin

Unabhängig von der Ursache des trockenen Mundes ist es wichtig, etwas dagegen zu unternehmen. Dr. Vyas hat folgende Tipps:

  • Genug trinken: Trinken Sie den ganzen Tag über Wasser. Stellen Sie sicher, dass Sie hydratisiert bleiben, indem Sie täglich mindestens acht bis zwölf Gläser Wasser konsumieren, es sei denn, Ihre Ärztin oder Ihr Arzt rät aus irgendeinem Grund davon ab. Halten Sie immer eine Wasserflasche bereit, damit Sie schnell einen Schluck (oder ein paar!) trinken können.
  • Kaugummi kauen oder Bonbons lutschen: Das Kauen von zuckerfreiem Kaugummi oder das Lutschen zuckerfreier Bonbons hilft bei der Speichelproduktion. Produkte mit Zucker sind zu vermeiden, da es sonst zu einer zu hohen Kalorienaufnahme kommt.
  • Alkohol, Koffein und saure Säfte vermeiden: Das heißt, dass Sie auf den täglichen Kaffee und Säfte aus Zitrusfrüchten sowie das Glas Wein am Abend möglichst verzichten sollten. Achten Sie auch auf versteckten Alkohol wie etwa in Mundwässern.
  • Essen befeuchten: Befeuchten Sie trockene Lebensmittel mit Brühe, Saucen, Milch oder zerlassener Butter. Da Ihre Speicheldrüsen nicht genügend Speichel produzieren, können Sie leichter kauen und schlucken.
  • Nicht rauchen und keinen Kautabak verwenden: Rauchen Sie nicht und verwenden Sie keinen Kautabak. Zusätzlich zu den negativen Auswirkungen, die diese auf Ihre allgemeine Gesundheit haben, kann das Rauchen und Kauen von Tabak den trockenen Mund verschlimmern. Mit dem Rauchen aufzuhören ist eines der wichtigsten Dinge, die Sie tun können, um nicht nur Ihrem trockenen Mund, sondern auch Ihrer allgemeinen Gesundheit zu helfen.
  • Luftbefeuchter verwenden: Verwenden Sie nachts, insbesondere im Winter, einen Luftbefeuchter, um die Umgebungsluft im Schlaf zu befeuchten.
  • Nach jeder Mahlzeit Zähne putzen: Machen Sie Ihre Zahnbürste in einer Tasse warmem Wasser weich, damit Ihr Zahnfleisch geschont wird. Achten Sie darauf, nach jeder Mahlzeit und vor dem Schlafengehen die Zähne zu putzen. Verwenden Sie eine Fluoridspülung, um Karies zu vermeiden, wenn Sie sich einer Bestrahlung unterziehen.
  • Ärztliche Hilfe suchen: Ihre Ärztin oder Ihr Arzt kann Sie über Produkte informieren, die speziell zur Behandlung von Mundtrockenheit entwickelt wurden. Viele davon sind rezeptfrei erhältlich. Es gibt auch verschreibungspflichtige Medikamente, die die Speicheldrüsen dazu anregen, mehr Speichel zu produzieren.

Wenn diese Maßnahmen die Beschwerden nicht lindern oder beim Verdacht auf eine Infektion im Mund empfiehlt Dr. Vyas, die Hausärztin oder den Hausarzt aufzusuchen. (ad)

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