Noch kein Liefertermin für den Impfstoff von Novavax

Seit kurz vor Weihnachten ist die COVID-19-­Vakzine Nuvaxovid, der Impfstoff des US-Unternehmens Novavax, in der EU zugelassen. Es ist die fünfte hierzulande zugelassene Vakzine gegen COVID-19 und die erste auf Proteinbasis. Sehnsüchtig erwartet wird er insbesondere von Menschen, die den neuartigen mRNA- und Vektor-Impfstoffen misstrauen. Einen fixen Liefertermin gibt es allerdings bislang nicht.

Wann kommt der Impfstoff von Novavax? Diese Frage stellen sich vor allem diejenigen, die bezüglich der derzeit verfügbaren COVID-19-Impfstoffe auf mRNA- oder Vektorbasis Bedenken oder Vorbehalte haben. Bereits im August hat die EU-Kommission sich in einem Vorabkaufvertrag bis zu 200 Millionen Dosen von Nuvaxovid gesichert. Im Dezember ist dann die Zulassung erfolgt. Die ersten Dosen sollen „voraussichtlich im Januar in Europa ankommen“, hieß es damals. Ähnlich äußerte sich auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD): „Wir haben vier Millionen Impfdosen bestellt und rechnen mit einer Lieferung im Januar“, kündigte er in einer Pressekonferenz an.

Mehr zum Thema

RNA, Vektor und VLP

Virus-like-Particles: Dritte Impfstofftechnologie gegen COVID-19 in Europa

Januar scheint zu stehen, aber nur wann? Das ist bislang nicht klar. So hat beispielsweise Großhändler Phoenix seinen Kunden die Lieferung im Januar zugesagt, genaueres weiß man aber offenbar dort nicht. Die Noweda weist Ihre Kunden im Rahmens ihrer Informationen zur Bestellung der Corona-Impfstoffe darauf hin, dass dem Großhandel noch keine detaillierten Informationen darüber vorliegen, wann Nuvaxoxid von Novavax verfügbar sein wird.

Was ist an dem Impfstoff anders?

Während bei den mRNA- oder Vektorimpfstoffen lediglich der „Bauplan“ für das Antigen, das virale Spikeprotein verimpft wird, das der Körper dann selber bilden muss, hat Novavax für seinen Corona-Impfstoff direkt das Protein selbst als Basis gewählt: Nuvaxovid nutzt als Antigen rekombinant hergestelltes Spikeprotein, das aus dem Wildtypvirus von SARS-CoV-2 abgeleitet wurde. Hergestellt wird das rekombinante Spikeprotein mithilfe von Baculoviren, die den Bauplan für das Spikeprotein enthalten, in Insketenzelllinien. Da jedoch hochgereinigte Proteine in Untereinheitenimpfstoffen oft keine ausreichende Immunabwehr im Körper hervorrufen, versetzt Novavax seine COVID-19-Vakzine zusätzlich mit einem Adjuvans auf Saponinbasis (Matrix M1-Adjuvans). Auch das ist kein Unbekanntes: So enthält der seit 2018 in Europa zugelassene Gürtelrose-Impfstoff Shingrix ebenfalls ein Adjuvans auf Saponinbasis.

Quelle: Den ganzen Artikel lesen