Schleswig-Holstein schafft Maskenpflicht in Bereichen mit 3G-Zugangsregel ab

Im Rahmen der großflächigen Einführung des sogenannten 3G-Modells wird in Schleswig-Holstein die Masken- und Abstandspflicht demnächst größtenteils aufgehoben. In allen entsprechenden Bereichen würden dann lediglich noch Empfehlungen zum Maskentragen und zum Einhalten der Abstände gelten, erklärte die Landesregierung aus CDU, Grünen und FDP am Dienstag in Kiel nach einer Kabinettssitzung. Dort, wo keine Begrenzung auf Getestete, Genesene und Geimpfte erfolgt, gilt dies jedoch nicht. Das betrifft den Einzelhandel sowie den öffentlichen Nahverkehr.

Angewandt wird die Regelung nach Angaben der Landesregierung unter anderem in Restaurants, Kinos, Theatern und Sporteinrichtungen. Auch für Feste in geschlossenen Räumen fallen durch die Neuerung viele Beschränkungen weg, sofern der Einlass nach dem 3G-Prinzip geregelt wird und ein Lüftungs- sowie Hygienekonzept umgesetzt wird. Nehmen an privaten Treffen nur Geimpfte und Genesene teil, gilt laut Landesregierung künftig keine Teilnehmerbegrenzung mehr.

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Neuerung „großer Schritt zurück zur Normalität“

"Überall da, wo 3G in Schleswig-Holstein eingehalten werden kann, gelten in Zukunft keinerlei Beschränkungen mehr", sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) in Kiel.

Ausnahmen gelten laut Landesregierung auch weiter für Pflegeheime, wo trotz 3G-Regeln für Besucher eine Maskenpflicht bleibt. In Kraft treten soll die Regelung am Montag übernächster Woche. Bis dahin werden Details der Verordnung ausgearbeitet. Die Landesregierung begründete dies mit der verbesserten allgemeinen Pandemielage.

Die Neuerung sei ein "großer Schritt zurück zur Normalität mit weniger Grundrechtseinschränkungen in einer weitgehend geöffneten 3G-Welt", erklärte Ministerpräsident Günther. Sollte sich die Situation in den Krankenhäusern wieder zuspitzen, würden die Regeln verschärft. Dann werde "2G mit der Wahlmöglichkeit für 3G" eingeführt. Bei 2G-Modellen ist ein Zutritt nur für Geimpfte und Genesene möglich, nicht aber für Menschen mit Coronatest.

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Neben der Sieben-Tage-Inzidenz soll künftig die Belegung der Intensivstationen mit Covid-19-Patienten stärker in den Blick rücken. Derzeit seien nur 2,2 Prozent der möglichen Intensivbetten belegt, sagte Günther. Am Montag hatte die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Schleswig-Holstein binnen sieben Tagen nach Angaben der Landesregierung bei 50,8 pro 100.000 Einwohnern gelegen. In den Krankenhäusern wurden 67 Covid-19-Patienten behandelt. 19 von ihnen liegen auf der Intensivstation, 16 werden dort beatmet.

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