Shop Apotheke noch tiefer in den roten Zahlen

Mehr Umsatz, mehr Kunden – die Shop Apotheke wächst auch im ersten Quartal weiter. Das hatte der Arzneimittelversender bereits bei Bekanntgabe der vorläufigen Zahlen Ende April klargemacht. Geld verdienen tut das Unternehmen aber weiterhin nicht. Ganz im Gegenteil. Den endgültigen Zahlen zufolge, die nun vorliegen, ergibt sich ein Nettoergebnis von -5,8 Millionen Euro gegenüber -5,0 Millionen Euro im Vorjahr.

Die Shop Apotheke hat am heutigen Donnerstag ihre Zahlen für das erste Quartal vorgelegt. Bereits bei Veröffentlichung der vorläufigen Ergebnisse war klar, dass der niederländische Arzneimittelversender seinen Wachstumskurs fortsetzt. Der Konzernumsatz konnte im ersten Quartal 2021 um 22,4 Prozent auf 284 Millionen Euro gesteigert werden. Vom Gesamtumsatz des ersten Quartals 2021 entfielen 45 Millionen Euro auf das Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten (Rx) – das sind 17 Prozent weniger als im Vorjahr. Shop Apotheke führt das einerseits auf die stark erhöhte Nachfrage nach rezeptpflichtigen Medikamenten im März 2020 als direkte Folge des COVID-19-Ausbruchs in Europa zurück, andererseits auf die in diesem Jahr weitestgehend ausgebliebene Erkältungswelle und nicht zuletzt auf das Rx-Boniverbot in Deutschland. Beim Geschäft mit rezeptfreien Medikamenten (OTC) hingegen konnte der Versender seinen Marktanteil steigern – hier scheint im Gegensatz zu den Vor-Ort-Apotheken der Shop-Apotheke das Ausbleiben der Erkältungswelle in diesem Bereich nicht geschadet zu haben. Die Zahl der aktiven Kund:innen ist im Jahresvergleich um über 500.000 auf 6,8 Millionen gewachsen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht dies einem Anstieg um 1,8 Millionen. Man liege damit voll im Plan mit der Gesamtjahresprognose, so Shop Apotheke.

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Geld verdient der Versender allerdings immer noch nicht. Unterm Strich ergibt sich ein Nettoergebnis von -5,8 Millionen Euro. Damit steckt Shop Apotheke noch tiefer in den roten Zahlen als im Vorjahr, als das Nettoergebnis bei -5,0 Millionen Euro gelegen hatte.

Vorbereitung aufs Mediaktionsmanagement

CEO Stefan Feltens erklärt anlässlich der Veröffentlichung der Zahlen. „Wir fokussieren uns weiterhin auf Wachstum, ohne dabei unser Ergebnis aus den Augen zu verlieren. Dabei haben wir gezielt in die Bereiche investiert, die unser Wachstum vorantreiben und gleichzeitig einen echten Mehrwert für unsere Kund:innen bieten. Mit den Übernahmen der beiden auf digitales Medikationsmanagement spezialisierten Unternehmen Smartpatient und Medapp haben wir – auch in Vorbereitung auf das bevorstehende e-Rx-Geschäft – weitere wichtige Meilensteine unserer Unternehmensstrategie erreicht”.

Letzteres zeigt, dass die Shop Apotheke sich nicht nur auf wachsende Rx-Umsätze mit Einführung des E-Rezepts setzt – zumindest werden die erwartet –, sondern sich auch für pharmazeutische Dienstleistungen wappnet. Dass hier nur in Infrastruktur und nicht auch irgendwann in massives Marketing investiert wird, davon kann man wohl ausgehen.

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