Verstärkte Menstruationsblutungen besser den Arzneimittelbehörden melden?

Medial kursiert schon seit einiger Zeit, dass COVID-19-Impfungen die Menstruation beeinflussen könnten – vor allem in den sozialen Netzwerken. Könnte tatsächlich ein Zusammenhang bestehen? DAZ.online hat sich in den Medien umgesehen und beim PEI nachgefragt.

Ein Artikel, auf den sich in den vergangenen Tagen viele Medien berufen haben, hatte das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) am 2. Juni veröffentlicht. Darin wird beschrieben, dass sich im Internet Berichte dazu häufen, welche die Frage aufwerfen, ob mRNA-Impfstoffe bei Frauen Zyklusstörungen und starke vaginale Blutungen auslösen könnten. Selbst Frauen in der Menopause sollen betroffen sein. Wie in vielen anderen Berichten, in denen Expert:innen zum Thema befragt wurden, kommt auch dieser Text zu dem Schluss, dass ein Zusammenhang für möglich, aber wenig dramatisch gehalten wird. Jeder Mensch, der menstruiert, weiß, dass der Zyklus auf verschiedene Weise aus dem Takt geraten kann, was nicht immer ein Warnzeichen sein muss, aber dennoch im Auge behalten werden sollte.

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In den sozialen Medien hat die Professorin für Anthropologie an der University of Illinois, Kathryn Clancy, besondere Aufmerksamkeit erhalten. Sie startete zunächst im Februar eine Diskussion auf Twitter zur veränderten Regelblutung nach COVID-19-Impfung und hat ihr Anliegen mittlerweile auf eine Internetumfrage ausgeweitet, die sie wissenschaftlich auswerten möchte. 

PEI: Keine Meldungen, keine Beurteilung

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) erklärte auf Anfrage gegenüber DAZ.online, dass das Institut nur untersuchen und beurteilen könne, was auch gemeldet werde. Bisher scheine es so, dass sich die Diskussion auf die (sozialen) Medien beschränke. Der aktuelle Sicherheitsbericht (Berichtszeitraum 27. Dezember 2020 bis 31. Mai 2021) lasse keine konkrete Beurteilung zu:

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