Sonnenschutz für Kinder: Diese Mittel schneiden gut ab

Stiftung Warentest hat 17 Sonnenschutzmittel für Kinder getestet. Preisgünstige Produkte vom Discounter sind die Testsieger. Auch Apothekenmarken schneiden gut ab.

Die ultravioletten Strahlen der Sonne können nicht nur Sonnenbrand, sondern langfristig auch Hautkrebs verursachen und Haut frühzeitig altern lassen. Schon in der Kindheit gilt es daher, die Haut konsequent vor Sonne zu schützen.

Warentest nahm 17 Produkte für Kinder in unterschiedlichen Formulierungen wie Sonnenmilch, -lotion, -gel-, schaum und -spray unter die Lupe. Am besten mit „sehr gut“ schneiden die preisgünstigen Eigenmarken der Discounter Lidl und Aldi sowie der Drogeriemarktketten Müller und Rossmann ab. Klassische Apothekenmarken wie Ladival, Eucerin, La Roche-Posay und Avène bekamen ein "gut". Ausgerechnet die teuerste Sonnencreme im Test fällt durch: Als "mangelhaft" stuft Warentest nur ein Bio-Produkt von Eco Cosmetics ein, da der UVA-Schutz nicht ausreichend war.

Stiftung Warentest achtete bei dem Vergleich unter anderem darauf, ob die Produkte den angegebenen Schutz einhalten, wie gut sie sich anwenden lassen und ob sie die Kinderhaut zusätzlich mit Feuchtigkeit versorgen.

Tipps für Sonnenschutz bei Kindern

  • Babys sollten am besten überhaupt nicht der direkten Sommersonne ausgesetzt werden.
  • Der wichtigste Sonnenschutz für alle Kinder ist Schatten, ein Hut und dicht gewebte Kleidung. Dazu kommt ein Sonnenschutzmittel mit mindestens Lichtschutzfaktor 30, besser noch 50 oder 50+.
  • UVA- und UVB-Strahlung können bereits Zellmutationen auslösen, bevor es zu einer Hautrötung kommt. Eine Bräunung zeigt nur, dass bereits Zellreparaturmechanismen laufen und die Haut geschädigt ist.
  • Je öfter man einen Sonnenbrand erleidet, vor allem im Kindesalter, desto größer ist das spätere Hautkrebsrisiko.
  • Beim Auftragen des Sonnenschutzmittels nicht sparen: Für den ganzen Körper bei einer Größe von 1,80 Meter braucht man etwa drei Esslöffel Sonnenmilch, bei Kindern entsprechend weniger.
  • Ob Präparate mit mineralischen oder chemischen UV-Filter gewählt werden, ist zweitrangig. Ökotest rät zu mineralischen Filtern.
  • Bei Sprays sollte das Mittel in die Hand, nicht ins Gesicht gesprüht werden, um eine Inhalation zu verhindern.
  • Über den Tag hinweg immer wieder nachcremen. Das ist vor allem nach dem Baden, Abtrocknen oder bei starkem Schwitzen wichtig, auch bei als "wasserfest" oder "extra wasserfest" deklarierten Präparaten.

dh/PZ/NK

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